Biggi Wanninger, Präsidentin der Kölner Stunksitzung, begeistert beim Kulturtreff Gehlert mit Kabarett, Comedy und musikalischen Glanzleistungen.
Ein Hauch von Köln, eine große Portion rheinischer Lebensfreude und jede Menge Humor: Mit Biggi Wanninger gastierte beim Kulturtreff Gehlert e.V. eine echte Größe des kölschen Kabaretts. Die Präsidentin der bekannten Kölner Stunksitzung bewies mit ihrem Solo-Programm eindrucksvoll, dass sich Kabarett, Comedy und Musik zu einem ebenso unterhaltsamen wie überraschenden Bühnenabend verbinden lassen.
Mit spitzer Zunge, ausdrucksstarker Mimik und viel Gespür für komische Situationen nahm Wanninger ihr Publikum mit in eine Welt, in der die Fantasie keine Grenzen kennt. So erzählte sie mit hintersinnigem Humor von einem Funkemariechen, das seinen Lebensabend auf einem Gnadenhof verbringt. Was zunächst nach einem ungewöhnlichen Schicksal klingt, entwickelte sich in Wanningers Händen zu einer herrlich skurrilen Geschichte, die für zahlreiche Lacher sorgte.
Auch als Trude Herr sorgte die Künstlerin für beste Unterhaltung. An der Himmelspforte traf die kölsche Legende auf bekannte Größen – eine Begegnung, die Wanninger mit viel Charme, Witz und einem Augenzwinkern zum Leben erweckte. Dass sie nicht nur komödiantisches Talent besitzt, sondern auch musikalisch einiges zu bieten hat, zeigte sie mit ihrer Interpretation der berühmten Operndiva Montserrat Caballé. Mit bekannten Sopranstücken setzte sie einen überraschenden musikalischen Akzent und stellte ihre stimmliche Vielseitigkeit unter Beweis.
Ob kölsches Original, scharfzüngige Kabarettistin oder große Operndiva: Biggi Wanninger überzeugte mit Wandlungsfähigkeit, Bühnenpräsenz und einer Spielfreude, die sich unmittelbar auf das Publikum übertrug. Dabei wechselten sich humorvolle Geschichten, pointierte Beobachtungen und musikalische Einlagen in kurzweiliger Folge ab.
So wurde der Westerwald für einen Abend ein wenig kölscher. Das Publikum erlebte rheinische Lebensfreude in ihrer unterhaltsamsten Form – mit viel Herz, Selbstironie und einer gehörigen Portion Mutterwitz. Ein gelungener Kabarettabend, der zeigte, wie verbindend Humor sein kann, wenn eine Künstlerin ihr Publikum mit Charme und Können für sich gewinnt.